Leseprobe aus dem Buch

"Gestatten, Karl Bauer!"

Gestatten, Karl Bauer! - Zweiter Teil der Karl-Bauer-Trilogie von Swen Artmann

Otto und Magda

 

„Hast du die Regenschirme?“

Karl steht im Eingangsbereich des kleinen Reihenhauses, stützt sein dreistelliges Gewicht auf die Krücken und schaut seine Gattin an, als hätte diese gerade ihren Verstand verloren.

„Sag mal, bist du blind? Ob ich wohl beide Hände voll habe? Wie soll ich denn mit diesen Dingern auch noch zwei Regenschirme tragen?“

Marianne verdreht genervt die Augen und geht zur Garderobe. Sie nimmt die beiden Schirme, die auf der Ablage liegen, und klemmt sie Karl unter den rechten Arm.

„So könnte es funktionieren, du Vollinvalide. Wie wäre es denn, wenn du mal ein bisschen nachdenken und deinen Kopf nicht nur zum Verlieren von Haaren und zum Essen benutzen würdest?“ Daraufhin dreht sie sich um und schnappt sich den Schlüsselbund vom Brettchen.

„Und jetzt komm! Es ist sowieso schon viel zu spät!“ Karl schäumt vor Wut.

„Sag mal, bin ich dein zotteliger, verlauster Privatsklave? Gib mir doch auch deine Handtasche! Vielleicht könnte ich ja zusätzlich noch ein paar leere Getränkekisten und was für den nächsten Sperrmüll raustragen, wo ich doch schon mal dabei bin.“ Er setzt eine leidende Miene auf und fährt weinerlich fort: „Ist dir während der letzten zwei Wochen vielleicht schon mal aufgefallen, dass ich an Krücken gehe und ständig die heftigsten Schmerzen auszuhalten habe?“ Marianne wendet sich ihm zu, streicht ihm mütterlich durchs schüttere Haar und meint in einem zuckersüßen Ton:

„Ach, mein armes, krankes Karlchen. Stellen wir uns heute mal wieder ein bisschen an? Komisch, dass dich deine lebensbedrohliche und schmerzhafte Verletzung Silvester nicht daran gehindert hat, bis in die frühen Morgenstunden mit deinen Saufkumpanen auf der Kegelbahn zu sein und anschließend volltrunken nach Hause zu wanken.“ Sie wendet sich der Haustür zu und öffnet sie. „Aber wenn ich mal was von dir will.“

„Ach, darum geht’s, ja?“ Karls Augen funkeln angriffslustig. „Du bist noch immer sauer wegen Silvester! Und das nur, weil ich einmal in zwanzig Jahren mit meinen Kumpels gefeiert habe und nicht wie ein 80-jähriger, gehirnamputierter Einsiedlerkrebs mit dir alleine vor dem Fernseher Raclette gemacht und Bleigießen veranstaltet habe? Du hast doch gesagt, ich dürfe gehen.“ Marianne dreht den Kopf in seine Richtung und zischt so giftig wie eine Kreuzotter:

„Pass mal auf, mein Lieber. Um diese blöde Silvesterfeier geht es mir schon lange nicht mehr. Mir geht es darum, dass der Ausflug heute einmal etwas ist, das ich mir gewünscht habe. Ich habe mich auf den Tag gefreut, und du tust seit dem Aufstehen alles, um ihn mir gründlich zu vermiesen.“

Karl humpelt einen Schritt auf seine Gattin zu und bellt:

„Ausflug, dass ich nicht lache! So tief sind wir also schon gesunken, dass wir einen Fabrikverkauf als Ausflug bezeichnen?“

„Meine Schuld ist das nicht!“, faucht Marianne beherzt zurück. „Was kann ich dafür, dass du so ein Langweiler geworden bist und mit mir nichts mehr unternehmen willst?“

„Ach!“, bricht es aus Karl heraus. „Ein Langweiler bin ich? Weißt du was? Dann fahr doch ohne mich zu dieser dämlichen Verkaufsaktion! Ich kann mir wirklich etwas Besseres vorstellen, als dich mitten in der Nacht dahin zu begleiten.“ Er schickt sich an, sich mit seinen Krücken umständlich umzudrehen und in die Küche zu humpeln.

„Nichts da!“, schreit Marianne so laut, dass die Pfannen auf dem Hausdach bedenklich ins Vibrieren geraten.

„Du kommst mit!“

 

XXX

 

„Fahre bitte etwas langsamer“, formuliert Karl überdeutlich und gedehnt. „Es könnte glatt sein.“ Er sitzt verkrampft und ängstlich auf dem Beifahrersitz des Rumänen und starrt wie hypnotisiert auf die Fahrbahn. Auf seiner Stirn haben sich kleine Schweißperlen gebildet. Marianne wirft ihm einen verständnislosen Blick zu und erwidert: „Soll ich anhalten? Dann kannst du weiterfahren.“

„Damit eine Sache mal klar ist“, antwortet ihr Karl direkt. „Ich fahre selbst mit einem amputierten Fuß noch besser als du mit zwei gesunden. Und wenn es mir der Arzt nicht ausdrücklich verboten hätte, würde ich es auch tun, da kannst du dich aber drauf verlassen.“ Dann fügt er mit gepresster Stimme hinzu: „Weißt du eigentlich, was ich für Schmerzen habe? Ich muss mich einfach noch ein wenig schonen.“

„Da wird doch der Hund in der Grillpfanne verrückt“, entgegnet Marianne und sieht ihren Gatten für einen kurzen Moment mitfühlend an. „Wenn Männer mal ein klitzekleines Wehwehchen haben, tun sie gleich so, als lägen sie im Sterben. Wenn dir der liebe Herr Doktor letzte Tage nicht regelrecht befohlen hätte, endlich einmal mit deinen Übungen zu beginnen und dich ein wenig zu bewegen, würdest du noch immer den ganzen Tag wie eine gelähmte Elefantenkuh auf dem Sofa herumlungern und dümmlich primitiv in die Glotze starren. Komm mir also nicht mit deinen Floskeln daher.“

„Was heißt denn hier Floskeln?“, fragt Karl pikiert. „Ich bin ernsthaft verletzt! Oder warum haben die mir im Krankenhaus sonst Krücken mitgegeben?“ Marianne kratzt sich resignierend am Hinterkopf.

„Meines Wissens sind Krücken Geh- und keine Liegehilfen. Du bist mit deiner theatralischen Leidensshow vom Erlöser am Kreuz zumindest die beste Bestätigung dafür, dass die Menschheit bereits vor Jahrtausenden ausgestorben wäre, wenn die Männer die Kinder bekommen würden. Ihr haltet einfach nichts aus. Und wenn ihr irgendwann wirklich mal was habt, lasst ihr es gleich die ganze Welt wissen, damit sie euch bedauernd ins Bettchen packt und euch den ganzen Tag bemuttert. Wenn es nach euch ginge, würdet ihr euer Unwohlsein gleich in einen Text verpacken und als Annonce in die Zeitung setzen.“ Und nach einer kleinen Pause. „Ihr wollt das starke Geschlecht sein? Dass ich nicht lache!“

Sie greift umständlich in die Innentasche ihres Mantels, um einen zusammengefalteten Prospekt hervorzuholen. Karl, der eine Hand auf sein geprelltes Bein gelegt hat, drohen fast die Augen aus dem Kopf zu springen.

„Würdest du dich, bei deinem ganzen Gelaber, wohl bitte zur Abwechslung mal für eine Sekunde aufs Fahren konzentrieren? Meinst du, ich will, dass wir wegen deines dämlichen Weiberausflugs einen Unfall bauen?“ Seine Frau reicht ihm den Zettel und meint beinahe tonlos: „Gib doch mal die Adresse in das Navigationsgerät ein, du starkes Geschlecht. Das lenkt dich vielleicht ein wenig von deinen dollen Qualen ab, und du musst außerdem nicht ständig auf deiner Seite mitbremsen. Ich glaube nämlich nicht, dass das Bodenblech das auf Dauer aushält.“

Mit vor Ärger zusammengepressten Lippen nimmt Karl das Blatt und faltet es so widerwillig auseinander, als gälte es, eine lang erwartete Zuzahlungsrechnung vom Zahnarzt zu öffnen. Anschließend beginnt er damit, widerwillig und äußerst umständlich das Navi zu programmieren.

„Pass auf!“, brüllt er plötzlich markerschütternd. „Der da vorne bremst!“

„Das habe ich gesehen“, erwidert Marianne, nachdem sie kurz zusammengezuckt ist. „Und wenn du mich noch weiter so erschrickst, musst du dich nicht wundern, wenn ich irgendwann doch noch das Lenkrad verreiße.“

„Fahre du ordentlich, dann muss ich dich auch nicht wie eine blinde Fahranfängerin ständig ermahnen!“, fletscht Karl zurück. „Weißt du eigentlich, warum es an Autos Bremslichter gibt? Damit man erkennt, wenn vor einem einer bremst.“ Verstimmt schüttelt Karl mit dem Kopf und widmet sich wieder dem Navigationsgerät.

Einige Sekunden lang herrscht eine angespannte Stille im Wagen, während Marianne den Dacia durch die Dunkelheit des kalten Januarmorgens lenkt. Da ertönt ganz plötzlich ein hoher, akustischer Ton. Karl schaut auf das Display des Wundergerätes, welches ihm just in diesem Moment anzeigt, dass nun ein GPS-Signal verfügbar ist. Der kleine Computer berechnet daraufhin eine geschlagene Minute den Weg bis zu dem eingegebenen Gewerbegebiet von Köln, und dann fällt Karl schlagartig der Kiefer bis auf seine Oberschenkel herunter.

„145 Kilometer!“ bricht es aus ihm heraus und er fängt hemmungslos an zu stöhnen. „145 Kilometer! Haben sie dich bei der Geburt auf die Fliesen fallen lassen? Das ist ja die reinste Weltreise. Hast du das gewusst?“ Marianne zuckt nur unbeeindruckt mit den Schultern.

„Natürlich habe ich das so ungefähr gewusst. Deshalb habe ich ja auch darauf bestanden, dass wir um sechs Uhr losfahren - damit wir pünktlich um neun da sind.“ Karl versucht noch immer, seine Schnappatmung unter Kontrolle zu bekommen.

„Das, das hättest du mir ja mal sagen können.“

Marianne sieht kurz zu ihm hinüber und entgegnet: „Ich habe es dir gesagt, mein lieber Karl. Ich habe dir sowohl den Ort als auch die Anfangszeit genannt. Zudem habe ich dich darauf hingewiesen, dass der Infozettel, der unserer Tageszeitung beigelegen hat, in der Obstschale auf dem Esszimmertisch liegt. Da hättest du nur einmal draufsehen müssen.“

Karl schaut seine Gattin von der Seite an und meint grimmig: „145 Kilometer. Das sind … äh, … ja über 300 Kilometer hin und zurück. Ich glaube mein Wildschwein pfeift! Und das alles, damit du dir ein paar neue Klamotten kaufen kannst, die dir spätestens nach einer Woche sowieso nicht mehr gefallen - oder passen. Ich kenne dich. Ist doch immer so.“

Er kommt richtig in Schwung und fährt mit weiblich verstellter Stimme fort: „Ach Karl, der Rock kneift aber am Hintern ganz schön. Den kann ich so nicht anziehen. Ach Karl, die Farben wirken hier zuhause aber ganz anders als im Geschäft. Ach Karl, diese Bluse steht mir aber so gar nicht. Da hat mich die blöde Verkäuferin aber falsch beraten, diese alte Zicke. Ach Karl, ach Karl, ach Karl!“

Marianne ignoriert die überzogene Laien-Vorstellung ihres Mannes komplett und greift stattdessen erneut seelenruhig in ihre Mantelinnentasche. Sie befördert eine gebrannte CD in einer weißen Papierhülle zum Vorschein, hält sie Karl hin und befiehlt gebieterisch: „Tu die mal rein!“ Der Angesprochene ergreift die CD verdutzt mit spitzen Fingern und entgegnet: „Ach, das ist also deine selbstgefällige Art, mit Kritik umzugehen, was? Einfach eine CD einlegen und die Krise ausschweigen.“

Marianne schaut erneut kurz zu ihm herüber, während sie links blinkt und sich souverän in den laufenden Verkehr der A43 einfädelt.

„Weißt du was, Karl? Quatsch noch weiter so dumm rum, dann kannst du gleich mal erleben, was eine wirkliche Krise ist. Mach einfach die CD an und hör auf zu blubbern. Ich kann dein Gejammer nämlich nicht mehr hören.“

Karl ist von Mariannes Selbstsicherheit so geschockt und eingeschüchtert, dass er hörbar schluckt, die farblosen Lippen zusammenpresst, die CD aus der Verpackung zieht und artig in den CD-Player schiebt. Als er wenige Sekunden später jedoch die ersten Töne von Mariannes Musik vernimmt, erwacht in ihm erneut ein teuflisches Wutmonster mit grausamen Klauen, glühenden Augen und weißem Schaum vor dem weit geöffneten Maul. Er greift nach dem Knopf vom Autoradio und lässt die Musik schlagartig verstummen.

„Eines sage ich dir: In meinem Auto wird kein PUR gehört!“ Marianne schaltet das Radio völlig gelassen wieder an, und der Anfang von „Abenteuerland“ dröhnt erneut scheppernd aus den überforderten Lautsprechern. Karl traut weder seinen Augen, noch seinen Ohren. Und als Hartmut Engler gerade voller Begeisterung die erste Liedzeile von sich gibt, schlägt er so heftig auf den Knopf des Radios, dass er sich danach mit schmerzverzerrtem Gesicht seine linke Hand halten muss. Doch die Urgewalt des Hasses wütet noch immer in seiner harten, gepeinigten Rockerseele, und er brüllt mit bebender Stimme:

„Ich sagte, dass die Musik von diesem verweichlichten Nasenaffen in meinem Auto nicht gespielt wird. Eher würde ich mich einer ausgiebigen Darmspieglung mit anschließender Hämorridenbehandlung hingeben, als mir und meinen Ohren diese elende Grütze anzutun. Ein bisschen habe ich ja auch noch zu entscheiden, wenn ich schon wie ein Depp mit dir durch die Gegend fahren muss, nur damit du dir ein paar neue Stützstrümpfe besorgen kannst. Und was das Fahren betrifft; es wäre schön, wenn du mal ein wenig aufs Gas drücken würdest. Wir sind hier auf einer Autobahn und nicht in einer geschlossenen Ortschaft.“

„Ich dachte, ich sollte langsam fahren, weil es glatt sein könnte?“

Karl schnauft verächtlich, schüttelt den Kopf und antwortet:

„Frauen! Doch nicht auf der Autobahn! Man kann doch deutlich sehen, dass die Straße absolut trocken und eisfrei ist. Du kannst also getrost ein wenig schneller fahren.“ Während sich die Tachonadel keinen Millimeter bewegt, streckt Marianne ihre rechte Hand aus und schaltet das Radio wieder ein. Hartmut Engler bedankt sich in alter Bardenmanier bei ihr dafür, indem er sie auf eine große Reise einlädt, und Marianne nickt rhythmisch mit ihrem Kopf. Nach einigen Augenblicken sagt sie selbstsicher:

„Wenn ich mich recht erinnere, ist es unser Auto, nicht deins. Und zudem sagst du doch immer, dass der Fahrer die Musik bestimmt.“

„Ja, wenn ich fahre!“, antwortet Karl extrem laut, um die Schmuse-Band aus Baden-Württemberg zu übertönen. „Ich habe, im Gegensatz zu dir, aber auch einen guten Musikgeschmack. Hast du dir die Hausfrauentexte von denen mal genauer angehört, oder ist es dir völlig egal, was die da so von sich geben?“

Mariannes Kopf bewegt sich noch immer zur Musik, als sie antwortet: „Erstens bin ich Hausfrau, und bis jetzt hast du dich noch nie darüber beschwert, dass es bei uns zuhause immer sauber und aufgeräumt ist. Und zweitens habe ich mich sehr wohl mit den Texten beschäftigt. Die sind sehr anspruchsvoll und mit viel Gefühl gesungen. Dieser Hartmut Engler ist ein ganz feiner und überaus sensibler Kerl.“ Karl gibt ein donnerndes Würgegeräusch von sich, tut dann mit seinen Händen so, als würde er sich Erbrochenes von seinen Beinen wischen und erwidert:

„Ja, der Hartmut ist ein ganz feiner Kerl, ein ganz ein feiner. Und sensibel ist der; so unglaublich, unfassbar sensibel. Und anspruchsvolle Texte macht der auch. Logisch! Ich glaube, ich muss kotzen!“ Er legt sich eine Hand aufs Herz und singt mit seiner hellen Stimme den gerade laufenden Refrain so gequält, jaulend und wimmernd mit, als defäkiere er gerade mit Magenkrämpfen und Verdauungsproblemen auf einer französischen Hocktoilette. „Komm mit mir ins Abenteuerland, der Eintritt kostet den Verstand“. Danach fährt er sich angeekelt mit dem Handrücken über die Lippen. „Bäh, ich glaube es nicht, dass ich diesen Mist in den Mund genommen habe. Zumindest ist dieser Kerl so fair, dass er die Grundvoraussetzung für das Mögen seiner Musik gleich mitliefert.“

Marianne sieht ihn für einen Moment fragend an. „Wieso?“

„Na“, gibt Karl süffisant zurück. „Er sagt doch, dass man ihm nur folgen kann, wenn man zuvor seinen Verstand abgibt.“

„Weißt du was, Karl. Ich glaube, du bist einfach nur neidisch.“

„Neidisch?“, platzt es aus Karl heraus. „Worauf denn? Darauf, dass der Typ auf seiner Nase ohne Probleme eine ganze Taubenschar landen lassen könnte? Ha, auf so einen gigantischen Riechkolben kann ich getrost verzichten. Ich lege da eher Wert auf andere Körperteile.“ Marianne legt die Stirn in Falten und antwortet:

„Mein Gott, jetzt kommst du wieder mit deinen chauvinistischen Prollsprüchen. Ich glaube ganz ehrlich, dass du es nicht ertragen kannst, dass der Hartmut so viel Erfolg hat und du nicht. Dass die seit Jahrzehnten die größten Hallen und Stadien mit begeisterten, treuen Fans füllen, und du nur ein kleiner Beamter mit Geheimratsecken, zu kurzen Beinen und horizontaler Benachteiligung bist, für den sich niemand interessiert. Dein Problem besteht nicht in der Musik von PUR, sondern in deinem geringen Selbstwertgefühl.“

Während Karl zutiefst getroffen und schweigend ein wenig in sich zusammensackt, setzt Marianne den Blinker, schert aus und beschleunigt den Dacia binnen Sekunden lächelnd auf 130 Stundenkilometer, um eine ganze Reihe von Lastwagen zu überholen. Karl sieht mit verkrampften Beinmuskeln verbissen auf die Fahrbahn und muss sich unendlich zusammenreißen, um seine Gattin nicht darum zu bitten, ein wenig langsamer zu fahren, während Hartmut und seine Mannen selbstbewusst und voller Inbrunst das nächste Lied anstimmen.